Bericht von der 65. Jahrestagung des VDVA in Dresden und Umgebung
vom 23. bis 29. August 2014

Text und Bilder (wenn nicht anders angegeben): Dr. Peter Bell

4 Spurweiten und 1 PS

Am frühherbstlichen Samstagmorgen, dem 23.8.2014 traf sich eine Gruppe von vierzig Verkehrs-freunden zur Vortagung am Dresdener Hauptbahnhof. Von hier ging es mit einem 5-teiligen Talent 2 nach Oschatz, wo uns die auf 750 mm verkehrende Döllnitzbahn mit einem Sonderzug aus einer vierachsigen ex-ÖBB Diesellok der Reihe 2091 und drei Wagen abholte, um uns nach Mügeln zu bringen. Dort besichtigten wir das Depot, in dem die außer Betrieb befindlichen Dampfloks in Reparatur waren. Lars Gersten holte uns dann am Bahnhof mit seinem himmelblauen historischen Fleischer S5-Bus ab. Dieses 1977 in Gera entstandene Fahrzeug begeisterte uns mit seinem guten Fahrkomfort, der seinerzeit auch in der DDR hochgeschätzt war. Unser erstes Ziel war die Feldbahnschauanlage mit der Umladeeinrichtung am Bf. Glossen. Mit zwei Personen-Loren gezogen von einer Original-Lok vom Typ Ns2f vom Baujahr 1959 fuhren wir auf 600 mm zu dem ehemaligen Abbaugebiet der Quartzitgrube hoch. Der Brecher und ein Eimerkettenbagger und auch das mit zahlreichen gut restaurierten Lok-Schätzen gefüllte Museum im ehemaligen Speisesaal des Sozialgebäudes erinnerten an die Zeit, in der im Tagebau die äußerst flexiblen Feldbahnen eingesetzt wurden. Im Vereinsheim wurden wir anschließend gut verköstigt. Dann brachte uns der elegante Fleischer-Bus nach Döbeln, wo am einzigen deutschen Pferdebahnmuseum bereits Pferd und Wagen auf uns warteten. Der Wallach Elko drehte dann drei Runden auf der romantischen Meterspur-Strecke durch das historische Zentrum von Döbeln. Auch ein zwischenzeitlicher Regenschauer konnte unsere Freude nicht trüben. Anschließend brachte uns der historische Bus nach Meißen. Während ein Teil der Gruppe von hier aus die Heimreise nach Dresden mit der S-Bahn antrat, bestieg der Rest der Gruppe den Domberg. Ein erneuter Regenschauer führte uns zum Abendessen in den Domkeller. Als wir vom neu eingerichteten S-Bahn-Halt Meißen-Altstadt mit der normalspurigen S1 nach Dresden zurückfuhren, hatte es sich aber schon wieder aufgeklart.

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Döllnitzbahn Oschatz-Mügeln: 199 030 mit VDVA-Sonderzug in Oschatz-Süd

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Döbeln: Fleischer-Bus S5 von Lars Gersten vor dem Pferdebahnmuseum Dübeln

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Glossen: Ns2f-Lok mit “halber“ VDVA-Gruppe auf der Feldbahnschauanlage

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Döbeln: Wallach Elko zieht Wagen 1, vor dem Döbelner Rathaus

Klein wie Liliput, schwebend und dampfend

Die diesjährige Haupttagung begann mit einem Besuch der Dresdener Parkbahn. Auf dem langen Rundkurs fuhren die an die Cargo-Tram erinnernde Akkulok EA2 und eine der beiden grünen Pacific-Dampfloks. Für uns war im Dampfzug Platz reserviert. Mit erstaunlich guter Beschleunigung und hoher Endgeschwindigkeit zog die Lok vom Baujahr 1925 den langen Zug durch den Park. Am Bahnhof Zoo wurden wir durch Depot und Stellwerk geführt. Dann ging es weiter zu den beiden Schienenverkehrs-mitteln, die die Loschwitzer Elbhänge erklimmen: die Standseilbahn zum Luisenhof und die Schwebebahn. Mit beiden unternahmen wir eine Fahrt, an der Bergstation der Schwebebahn wurde uns ausführlich der Antrieb im Maschinenhaus vorgestellt. Vom Turm des Maschinenhauses, der die Kaminverkleidung der anfänglich vorhandenen Dampfmaschine darstellt, hatten wir einen wundervollen Blick auf das Blaue Wunder, die ausgefallene Stahlbrückenkonstruktion über die Elbe und die passierenden Raddampfer. Weiter ging die Fahrt mit zwei 80-er Jahre Bussen aus Ost und West: ein Ikarus und ein O405. Sie brachten uns nach Radeburg, wo wir den Endpunkt der Lössnitzgrundbahn erreichten. Der Dampfzug traf ein, schnell wurde in einer Sägezahnfahrt der Wasserkran erreicht, und bald ging es mit dem von 99 1789 geführten, langen Zug über Moritzburg nach Radebeul Ost zurück. Ein Teil der Gruppe fuhr im offenen Cabriowagen mit, aber der Einsatz eines heftigen Regen¬schauers vertrieb fast alle wieder in die typischen grünen Schmalspur-Vierachser. Im Schmalspurmuseum erhielten wir detaillierte Informationen über die sächsischen Schmalspureisenbahnen. Draußen spannte sich ein doppelter Regenbogen über die historischen Fahrzeuge. Mit S-Bahn oder der Linie 4 ging es zurück in die sächsische Hauptstadt, wo wir unmittelbar an der Frauenkirche gelegenen „Dresden 1900“ unser Kennenlernessen genossen. Rolf Hafke konnte auch bei dieser Tagung wieder eine gute Handvoll neuer Teilnehmer begrüßen. Auf dem Heimweg zum Hotel erstrahlte vor uns die Frauenkirche.

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Parkeisenbahn Dresden: Dampflok Lisa erreicht den Bahnhof Zoo

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Lössnitzgrundbahn: 99 1789 erreicht Radeberg

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Dresden: Schwebebahn mit Blick auf Elbe und „Blaues Wunder“

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Ausweiche

Dresden historisch

Am Montag begannen nach den Werksferien der Gläsernen Manufaktur wieder die Fahrten der Cargo-Tram. Zwischen Pirnaischer Platz und Postplatz hatten sich die Frühaufsteher unter den Verbandsmitgliedern versammelt, um im strahlenden Sonnenschein ein Foto zu schießen. Offenbar wurde der Fahrplan noch nicht eingehalten, so dass man zum Teil sehr lange wartete. Dann holte die Gruppe der Großraumzug aus 1734+2015 am Hauptbahnhof ab. Mit den mustergültig restaurierten Wagen fuhren wir durch Alt- und Neustadt. Die äußerst fachkundigen Vereinsmitglieder des Dresdner Straßenbahnmuseums erklärten uns nicht nur das Stadtbild, sondern auch die an der Strecke befindlichen Gebäude. Premiere für unseren Zug war die Fahrt zur Messe über die neue Brücke im Überflutungsgebiet der Elbe. Zur Mittagszeit besuchten wir das Museum an der Trachenberger Straße. Nach dem Mittagessen in der DVB-Kantine begrüßten uns die beiden Vorstände der Dresdener Verkehrsbetriebe Credé und Zieschank und erklärten kurz die Situation des Unter¬nehmens, das in diesem Jahr mehr als 150 Millionen Fahrgäste befördert. Verbands¬mitglieder lobten den Betrieb für die Freundlichkeit der Fahrer und die Sauberkeit der Fahrzeuge. Auf einem kurzen Streifzug durch das Depot wurden uns die letzten, als Betriebsreserve vorgehaltenen Tatra-Fahrzeuge präsentiert. Ansonsten sind in Dresden ausschließlich fünf Typen von Niederflurfahrzeugen im Einsatz, von denen die ältesten bereits 19 Jahre alt sind, was man im hervorragend gepflegten Fahr¬zeugbestand kaum glauben mag. Weiter ging es mit einem Zweiachserzug aus dem Gotha-Triebwagen 1587 und den Lowa-Beiwagen 1361 und 1362. Im dichten Fahrplan des Regelverkehrs konnten Fotohalte nur an Schleifen gemacht werden. Hierzu hatten unsere Gastgeber aber fotogene Stellen ausgesucht, z.B. an der Eisenbahnstraße nahe dem Bahnhof Neustadt und in der Klettestrasse in Leuben. Immer wieder sind die Hochwasser von Weißeritz und Elbe Thema. Die erreichten Wasserhöhen sind unglaublich und erschreckend. Nahe der Elbe sind nach dem Hochwasser im zurückliegen Jahr dann auch nahezu alle Gebäude frisch gestrichen. Abends fand im Hotel die Mitgliederversammlung statt. In 2015 soll die Tagung in Wien und Bratislava, in 2016 aus Anlass des 60. Bestehens im erweiterten Ruhrgebiet stattfinden.

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Dresden: Treffen CarGo-Tram am Stadttheater nahe Postplatz (Foto: Ralf Krebs)

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Dresden: Treffen von NGT6DD und Großraumzug 1734+2015 in der Schleife Messe

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Dresden: Gotha 1587 + Lowa 1361 + 1362 auf der Betriebsstrecke Eisenbahnstraße (Neustadt)

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Dresden: Exponate im Straßenbahnmuseum Trachenberger Straße

Über Elbe und Kirnitzsch

Es regnete an diesem Dienstag. Mit einem von einem Taurus gezogenen Doppelstockzug der S1 fuhren wir bis Bad Schandau und setzten mit der kleinen Fähre auf das rechtsseitige Ufer über. Nach wenigen Gehminuten erreichten wir die Endstation der Kirnitzschtalbahn, wo uns der MAN-Zug 5+12 erwartete. Der Regen war mittlerweile glücklicherweise leichtem Tröpfeln gewichen. Mit dem historischen Zug fuhren wir ins Depot, das wir besichtigten. Hier lief die Radsatzdrehmaschine und in der Lackiererei wurde ein Beiwagen wieder hübsch gemacht. Die historischen Wagen Tw 8 (Baujahr 1938, Gotha) und 9 (ex Lockwitztal¬bahn, Bj. 1925 Busch) wurden für unsere Fotowünsche vor der Halle aufgestellt. Auch heute wurden wir wieder von den beiden hochmotivierten Vereinskollegen aus Dresden betreut, die uns gestern schon gefahren hatten. Mit dem Dreiwagenzug 6+26+23 ging es das Tal hinauf. Die schönsten Fotohalte wurden uns präsentiert und um auf der eingleisigen Strecke die Planzüge nicht zu behindern, wurde an der Schneiderweiche aufwendig rangiert: nach Kreuzung mit dem Gegenzug zogen wir vor in die eingleisige Strecke. Standen dann die beiden Planzüge in der Ausweiche, setzten wir in das Gleis zurück, das der Gegenzug gerade verlassen hatte. Nun wurden noch Stab und Nachzugzeichen ausgetauscht und weiter konnte die Fahrt gehen. Mittags kehrten wir im Gasthaus am Lichtenhainer Wasserfall ein. Dieser Wasserfall „stürzt“ ja nach Fahrplan: fünf Minuten nach jeder vollen halben Stunde wird oben das Schott geöffnet. Wer mochte, sättigte sich an der Spezialität des Hauses, heißgeräucherter Forelle. Dann ging es mit weiteren Fotohalten talwärts, wo die Bahn nun dem Autoverkehr entgegenfuhr. Ab Bad Schandau fuhren wir elbabwärts mit dem Dampfer „Stadt Wehlen“, dem ältesten Raddampfer von1879 (gebaut als Glattdeckdampfer „Dresden“, 1926 umbenannt in PD „Mühlberg“, ab 1962 jetziger Name), die zuverlässige 2-Zylinder Verbunddampf-Maschine stammt von 1857(!) (gebaut von Rustow & Co., Prag, wurde 1915 hier eingebaut), nach Dresden zurück.

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Kirnitzschtalbahn: MAN-Zug 5+12 (Bj. 1928) nahe der Haltestelle Botanischer Garten in Bad Schandau

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Kirnitzschtalbahn: Fahrzeugparade vor dem Depot. vlnr: Tw 4, Bw 25, Tw 9, Tw 8

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Bad Schandau: Tw6+Bw25+26 am Fischmaulfelsen

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Bad Schandau: Raddampfer „Stadt Wehlen“ am Anleger, vor der Rückfahrt nach Dresden (Foto: Rolf Hafke)

Unter Draht – das ist Spitze!

Unsere Tour am Mittwoch führte uns nach Plauen. Nach zweistündiger Fahrt über die schöne Strecke ins Vogtland empfing uns am „Oberen Bahnhof“, dessen riesiges, nüchternes Empfangsgebäude aus dem Jahr 1973 mittlerweile unter Denkmalschutz steht, der historische Gotha-Zug 79+28. Zunächst ging es bergab zum Tunnel, dem Mittelpunkt der Stadt und Schnittpunkt aller Straßenbahnlinien. Eine ¾–Stunde hatten wir Zeit, das ständige Kommen und Gehen der Tatra-KT4D und auch der neuen Niederflurzüge vom Typ NGT zu verfolgen. Dann fuhren wir mit dem historischen Zug zum Depot, dessen Zuführung früher weiter zum heute nicht mehr bedienten „Unteren Bahnhof“ führte. Hier wurden wir offiziell begrüßt und anschließend durch Wagenhalle und Werkstatt geführt. Die überschaubare Mannschaft der PSB hält ihren Betrieb sehr gut in Schuss. Anschließend machten wir eine Streckenbefahrung fast aller Linienäste. Fotohalte waren nur an den Schleifen möglich, da einerseits ein dichter Takt von sich überlagernden Linien gefahren wird und andererseits ein eingleisiges Baugleis an der neuen Übergangsstelle zur DB nahe der neuen Elsterbrücke allein durch den Planbetrieb ausgelastet war. Von der Plamag zurück gelangten wir zur Parkeisen¬bahn Syratal, die als einzige ihrer Art elektrisch betrieben wird. Grund dafür ist der Aufbau der Anlage über die Uranfördergesellschaft Wismut. Heute stehen zwei Tandem-Bergbaulokomotiven mit 4×36 kW zur Verfügung, die fast schon zu stark für die drei Wagen sind. Auch die ursprüngliche Ellok konnte im Depot besichtigt werden. Trotz drangvoller Enge in den Wagen machte die Runde großen Spaß. Nach individuellen fotografischen „Restarbeiten“ im Stadtzentrum fuhren wir mit dem Regionalexpress im schönsten Abendlicht Richtung Dresden zurück.

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Plauen: Gotha 79+28 in der Häuserblockschleife Preißelpöhl

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Plauen: Parkeisenbahn Syratal mit ehemaliger Bergbaulok EL 30-T001

Eine Stadt mit Namens- und Spurweitenwechsel

Bei tiefblauem Himmel erlebten wir am Donnerstag einen dicht gefüllten Tag in Chemnitz. Die jetzt durch den Hauptbahnhof fahrende Straßenbahn holte uns in Gestalt des historischen Tatra-Doppelzugs 401+409 ab. Zunächst fuhren wir entlang der Linie 4, um ab der im Liniendienst nicht benutzten Schleife Morgenleite auf die Linie 5 zu wechseln. Unsere Gastgeber hatten die besten Fotohalte ausgewählt. Auch auf freier Strecke konnten wir Bilder machen, immer war auch der Sonnenstand beachtet worden. Im Btf. Altchemnitz gab es eine kurze Pause. Entlang der Linie 2 ging es dann zur Schleife Wartburgstraße. Zwischen den Fotohalten wurden uns noch Architektur und Geschichte erklärt. Unser roter Tatra T3D 401 war beschriftet mit „NVK“ – Nahverkehr Karl-Marx-Stadt. Heute fährt hier die „CVAG“ – Chemnitzer Verkehrs-AG. So zerrissen ist auch heute noch das Stadtbild in dieser vom Krieg und der DDR-Zeit so gebeutelten Stadt. Nach einer Imbiss-Pause an der Zentralhalte¬stelle, die von den ganz Harten ausschließlich für weitere Schnappschüsse genutzt wurde, teilte sich unsere Tagungsgruppe. Etwa die Hälfte besuchte die City-Bahn, mit SEV ging es zunächst nach Alchemnitz, weiter mit einem 6NGT-LDZ nach Stollberg, wo auch das Depot mit Werkstatt besichtigt wurde. Die andere Hälfte fuhr per Bus zur Parkeisenbahn. Diese fährt mit recht schweren Loks und Wagen auf einem 2,3 km langen Rundkurs auf 600 mm Spurweite. Auch eine betriebsfähige Dampflok gehört zum Bestand, blieb aber heute eingekeilt im Lokschuppen stehen. Nach einer guten Runde Fahrt kehrten wir per Bus zur Zentralhaltestelle zurück und fuhren mit der SL 1 zum Feldschößschen, wo sich das Straßenbahnmuseum befindet. Im Licht der tiefstehenden Abendsonne wurde unser diesjähriges Gruppenfoto geschossen vor einer Parade aus drei Tatra T3D. Nach einer engagierten Führung durch die Sammlung wurden noch zwei Pendelfahrten auf der Schmalspurstrecke mit Oldtimer 169 gemacht. Dann gab es Gegrilltes mit Kartoffelsalat, buntem Salat und Braustolz-Bier von der gegenüberliegenden Brauerei. Ein gelungener Abend – und trotzdem waren alle müde, als wir in der Dunkelheit Dresden wieder erreichten.

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Chemnitz: T3-Doppelzug 401+409 begegnet Tw 610 auf der Wartburgstraße

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Chemnitz. VDVA-Tagungsgruppe im Straßenbahnmuseum

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Chemnitz: Parkeisenbahn mit Schöma-Lok 6006

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Chemnitz: Abendessen bei den Straßenbahnfreunden Chemnitz e.V

Tief im Osten

Der Freitag stand zunächst im Zeichen der Firmenbesichtigung des Bautzener Bombardier-Werks. Vom Bahnhof brachte uns der Bus ins Werk, wo wir von fünf Kollegen nach einem Einführungsvortrag durch die zahlreichen und großen Werks¬hallen geführt wurden. Alle Techniken werden hier genutzt: sowohl Fließfertigung als auch klassische Wagenstände, Logistik-(Gummi-)Züge und Luftkissentransport. Wir erblickten viele Wagen für Essen, Frankfurt und De Lijn in den verschiedensten Fertigungszuständen. Nach dem verheerenden Spree-Hochwasser in 2010, dessen Wasserstandsmarken wir immer wieder im Werk begegneten, ist jetzt wieder alles sauber und gepflegt. Zum Abschluss konnten wir zwei Runden auf dem Testring mit einem halben Frankfurter Wagen zurücklegen. Dieser Testring ist für Meter- und Normalspur ausgelegt. Weiter ging es mit einem RS1 der ODEG nach Görlitz, wo wir mit einer Bierkutsche und Freibier empfangen wurden. Der Stadtschleicher, ein Kleinbus mit zwei Anhängern, fuhr uns durch die Altstadt, blieb aber in einer engen Straße an einem ungünstig geparkten Auto hängen. Zu Fuß machten wir einen Abstecher zur Petrikirche, die nahe der Neiße ist und von wo man auf die polnische Seite, die heutige Stadt Zgorzelec blickt. Dann ging es zum Straßenbahndepot, von wo aus wir mit einem KT4D und dem ex-Mannheimer Partywagen 322, dem „Hopfen¬express“ nach Königshufen hinausfuhren. Bewirtet wurden wir mit belegten Brötchen und natürlich dem einheimischen Bier. Ein KT4D-Doppelzug brachte uns nach einer Dreiecksfahrt am Postplatz zur Endstelle Biesnitz/Landeskrone, von wo uns der Bergschleicher, ein Kleinbus, zum Restaurant auf die Spitze des Görlitzer Hausbergs brachte. Als Abschiedsessen der Tagung gab es ein Rittermahl. Müde aber glücklich über die voll gelungene Tagung kehrten wir am späten Abend nach Dresden zurück. Zwei Gäste, die an der Tagung teilgenommen hatten, beantragten anschließend die Mitgliedschaft im VDVA. Der besondere Dank der Teilnehmer geht an die Organisatoren der Reise, den 1. Vorsitzenden des VDVA Rolf Hafke und den 2. Vorsitzenden Axel Reuther.

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Bautzen: Gruppenbild vor einem „halben“ Frankfurter U5-50 zur Probefahrt auf dem Bombardier-Testring (Foto: Walter Vögele)

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Görlitz: ex-Mannheimer Partywagen 322 als Hopfenexpress auf der Berliner Straße

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Görlitz: VDVA-Sonderzug KT4D 308+305 an der Haltestelle Bahnhof Südausgang

Der Dank aller Teilnehmer geht an die Aktiven und Helfer in den Vereinen, die Dame und Herren in den Verkehrsbetrieben und an die Kollegen der Park- und Kleinbahnen. Sie alle haben zu einer erfolgreichen und abwechslungsreichen Jahrestagung beigetra¬gen. Die nächste Tagung findet in der letzten Augustwoche 2015 in Wien mit Nachtagung in Bratislava statt. Auf der Mitgliederversammlung wurde außerdem beschlossen, 2016 die Jubiläums¬tagung am Ort der ersten Tagung durchzuführen, d.h. im erweiterten Ruhrgebiet.

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Dresden: NGT6DD nachts auf der Augustusbrücke